Grundlegende Informationen zur Datenerfassung außerklinischer Geburten

Jede Hebamme mit außerklinischer Geburtshilfe im Angebot (als Hausgeburtshebamme oder als Hebamme in einer ambulanten Einrichtung) sollte sich an der Erhebung von außerklinisch betreuten Geburten und damit verbunden an der Qualitätssicherung beteiligen.
Um Ihre geplant betreuten außerklinischen Geburten regelmäßig dokumentieren zu können, sollten Sie wie unter Anmeldung zur Geb.-Erfassung beschrieben vorgehen.
Für von Hebammen geleitete Einrichtungen (HgE: Geburtshäuser, Hebammenpraxen mit Räumen für Geburtshilfe, Entbindungsheime) besteht dazu per Ergänzungsvertrag eine vertragliche Vorgabe, wenn sie Betriebskosten mit dem gesetzlichen Krankenkassen abrechnen wollen. Für betreute Geburten im häuslichen Umfeld (Hausgeburten) von gesetzlich versicherten Frauen gilt die vertraglich festgelegte Erfassung seit dem Jahr 2016.
Zurzeit werden jährlich über 13.000 außerklinisch geplante und begonnene Geburten erfasst und ausgewertet (Ergebnisse finden Sie unter den Links "Historie" oder "Publikationen" und dort in den jeweiligen Jahresberichten oder unter "Geburtenzahlen").
Eine Vollerfassung aller Geburten in Deutschland kann es nicht geben, denn Geburten in Rettungswagen vor Ankunft in der Klinik, geplante Alleingeburten, illegale Geburten oder Babyklappenkinder lassen sich aktuell nicht in einer der bestehenden geburtshilflichen Statistiken erfassen.

Aber die Hebammen können sich bemühen, möglichst alle von ihnen außerklinisch betreuten Geburten in die Erhebung und Auswertung einzubringen.
Dazu zählen auch die immer wieder einmal ungeplant betreuten Hausgeburten, zu denen Hebammen notfallmäßig und nur ausnahmsweise gerufen werden, weil Frauen von einem sehr dynamischen Geburtsverlauf überrascht werden und sie es nicht mehr in die Klinik geschafft haben. Von diesen Geburten werden jedes Jahr zwischen 150 und 200 an die QUAG zur Erfassung gegeben.

Hinweis:
als Geburtsort des Kindes gilt nach Personenstandsrecht der Ort, wo das Kind geboren wurde und nicht der Ort der Geburt der Plazenta. Die Kliniken können dazu eine entsprechende DRG abrechnen. Mehr dazu finden Sie hier, oder lesen sie diese Information: korrekten Geburtsort feststellen.
Sie haben selbst eine solche ungeplante Geburt betreut und möchten diese bei der QUAG für die Statistik einreichen? Das können Sie tun, ohne dass Sie QUAG-Mitglied werden – für das weitere Vorgehen klicken Sie bitte hier.

 

 

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Außerklinische Geburt in Deutschland

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